Empfindliche Haut rasieren (Tipps) | Hautirritationen nach Rasur

Nicht nur Männer kennen das unangenehme Gefühl nach einer intensiven Rasur: Die Haut ist gereizt, juckt und bildet im schlimmsten Fall juckende Rasierbrand-Pickel.

Die Industrie verspricht dem Anwender, dass die jeweils neuesten Rasierer mit Hightech-Klingen, Aloe-Stripes und vielen anderen teuren Gadgets das Rasieren revolutionieren.

Was sind die Ursachen von gereizter Haut?

Hautirritationen bei oder nach der Rasur fallen meist in eine der folgenden Kategorien:
– sensible, trockene (ggf. auch ausgetrocknete) Haut, die durch die Rasur gereizt wird
– mechanische Verletzungen
– Unverträglichkeit gegenüber Bestandteilen von Rasierschaum oder den in manchem Rasierer integrierten Strip, die empfindliche Haut beruhigen sollten

Meist wirken mehrere Ursachen oder Verursacher zusammen. Ist die Hautoberfläche ohnehin empfindlich oder uneben, muss diese sorgfältig vorbereitet werden. Wenn austrocknende Bestandteile im Rasierschaum enthalten sind, oder dieser zu aggressiv mit hohem Alkalianteil die Stoppeln aufweichen soll, sind Hautirritationen vorprogrammiert.

Entzündete oder gereizte empfindliche Haut hat oft die simple Ursache, dass Mehrfachklingenrasierer prinzipbedingt die gleiche Hautstelle mehrfach überstreichen und somit empfindliche Haut stark beanspruchen.

nahaufnahme gesicht

Was können Sie gegen Hautirritationen unternehmen?

Die Vorbereitung vor der Rasur ist eine Maßnahme, die in unserer hektischen Zeit oft vernachlässigt wird. Richtig vorbereitete Haut lässt den Rasierer anständig gleiten, und wenn die kleinen Unebenheiten weich sind, werden diese von der Klinge abgetragen anstelle angerissen. Eine kleine Massage und Auftragen von Rasieröl kann die Haut gleitfähiger machen, nachdem ein heißes Handtuch die Poren geweitet hat.

Ein Wechsel des Rasierschaums oder Rasierseife kann bei Hautirritationen manchmal Wunder wirken, da oft Stoffe verarbeitet werden, die gut schäumen, aber austrocknen. Hochwertige Rasierseifen, speziell im Bio-Segment, verzichten in der Regel komplett darauf. Diese sind meist zusätzlich mit hohen Fettanteil gefertigt, sodass der Rasierer gut gleitet. Dies ist unter anderem an empfindlicher Stelle wie Beine, Brust, Hals und Kopfhaut beim Rasieren Voraussetzung für ein glattes Resultat.

Oft wird empfohlen, gegen den Strich zu rasieren, da somit die Rasur etwas gründlicher erfolgt. Als Nebeneffekt ist das Risiko, sich dabei an empfindlicher Stelle geschnitten zu haben, nicht nur im Intimbereich hoch. Der Rasierer sollte möglichst wenig Klingen besitzen- im Idealfalle sorgt bereits eine einzige Klinge für eine sanfte Nassrasur empfindlicher Stellen mit wenig Chance auf Hautirritationen.

Trocken rasieren ist je nach Hauttyp manchmal eine Alternative, wenn eine Nassrasur nicht vertragen wird und zu Hautirritationen führt. Einige Rasierer besitzen hochvergütete Scherfolien, die empfindliche und sensible Haut nicht übermäßig beanspruchen. Hier muss ggf. ausprobiert werden, welches Modell zum jeweiligen Hauttyp passt.

Klassisch Rasieren mit Rasierpinsel und Rasierklinge

Eine zunehmend genutzte Alternative zu einem teuren Rasierer mit Systemklingen besteht in der Nutzung eines klassischen Rasierhobels, der wie bei Opa mit einer simplen Rasierklinge bestückt wird.

Mit einem Rasierpinsel wird eine hochwertige Rasierseife ohne Hektik aufgeschäumt und anschließend die empfindliche Gesichtshaut schonend rasiert. Danach schließt kaltes Wasser die Poren und man(n) fühlt sich durch die Nassrasur erfrischt.

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Empfindliche Haut günstig nass Rasieren

Im Trend liegt die Wiederentdeckung der klassischen Rasur, wie im obigen Video gezeigt. Diese ist auch ökologisch nachhaltig, da ein Rasierhobel mit einfachen “Double Edge” Rasierklingen bestückt wird, die günstig zu kaufen sind. Empfindliche Haut wird wenig beansprucht, da nur eine einzige Klinge über diese gleitet.

Hochwertige Klingen (Kenner schwören auf japanische Fabrikate) sind in der Lage, in einem Durchgang auch harte Stoppeln zu schneiden, ohne zu “Rupfen”. Rasierhobel und Rasierpinsel halten jahrelang und helfen somit, weniger Müll zu produzieren als Systemrasierer.

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